Interessanter Rundgang durch Springer Altstadt zu Städtebaulichen Aspekten

  • Veröffentlicht am: 18. Juni 2012 - 13:20
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Städteplaner und Architekt Hans-Jürgen Brandt führte durch Springer Altstadt.

Die Teilnehmer versammelten sich in der Burgstrasse und sahen interessiert, wie Hans-Jürgen Brandt mit Tafelkreide und ein paar Strichen die Umrisse von Stadtmauer, Burg, Ostwall, Nordwall sowie Niederntor, Oberntor, Dammtor auf dem Pflaster des Bürgersteigs skizzierte.

Wenn auch Stadttore und Teile der Mauer bereits 1767 dem Straßenbau zum Opfer gefallen waren, so hatte sich die Stadt bis zum Eisenbahnbau kaum über den Wall hinaus ausgedehnt. Die 2500 Bürger (1871) wohnten weiterhin innerhalb der alten Mauern.

„Wie beim Chausseebau, sollte auch mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Hannover-Hameln, am 13. April 1872, die günstige Verkehrslage Springes zwischen Hannover und Hameln abermals entscheidend für das weitere Schicksal der Stadt werden.

Beim anschließenden Rundgang wurde zunächst am Ostwall Station gemacht und der unschöne Kontrast zwischen dortigen historischen Fachwerkhäusern auf der einen Seite und den diesen gegenüberliegenden Garagenhöfen aufgezeigt.

Danach ging es weiter über Niederntor, Nordwall und Fünfhausenstrasse zum Marktplatz. Dort wurde als eine besondere Springer Besonderheit die Anordnung von historischen Fachwerkhäusern in Sägezahnanordnung hervorgehoben. Die auf der Südseite jetzt vorhandene Baulücke würde sich für eine auch in früheren Jahrhunderten bereits vorhandene Fußwegverbindung zur Andreaskirche anbieten.