Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Katzenschutzverordnung

  • Veröffentlicht am: 22. April 2018 - 0:00

Antrag zum FSA am 14.3.18, zum VA und zum Rat am 21.6.18

Der Rat der Stadt Springe möge über den FSA und den VA folgenden Beschluss fassen:

Die Stadt Springe erlässt eine Katzenschutzverordnung über Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierpflicht von Katzen mit Freigang im Stadtgebiet.

Begründung:
Das Land Niedersachsen hält die Kommunen an, Katzenverordnungen zu erlassen. Es wurde bereits ein Fond von 200 000 EUR zur Verfügung gestellt, um frei lebende Katzen kastrieren und registrieren zu lassen, der nach wenigen Wochen ausgeschöpft war. Der NABU fordert ebenfalls eine Katzenverordnung.
Nur durch eine Kastrationspflicht kann die unkontrollierte Vermehrung der Katzen eingedämmt werden. Jede Katze kann zweimal im Jahr bis zu sieben Junge bekommen, das bedeutet, die Population wächst rasant. Die ausgesetzten, frei lebenden Katzen sind gezwungen, ausreichend Beute, dazu gehören auch Vögel, für ihre Ernährung zu machen und einen Unterschlupf zu finden. Sie sind teilweise abgemagert und geschwächt. Bei Krankheit oder Verletzung sterben sie qualvoll. Dieses Leid der Tier muss beendet werden. Die Vögel müssen geschützt werden. Durch verwilderte Katzen besteht auch für Menschen eine Infektionsgefahr, z.B. für über den Katzenkot übertragene Toxoplasmose.
Das Gegenargument, die Einhaltung der Verordnung sei nicht zu kontrollieren, zählt insofern nicht, als auch die Verpflichtung der Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu beseitigen nicht kontrolliert werden kann. Für die Pflicht zur Straßenreinigung gilt das Gleiche.
Würde eine Pflicht zur Kastration und Registrierung aller Katzen mit Freigang bestehen, entstünde eine moralische Verpflichtung der Katzenbesitzer und –besitzerinnen, die die Zahl der Kastrationen erhöhen wird. Eine Zuwiderhandlung könnte mit Bußgeld geahndet werden.

Bündnis 90/Die Grünen
Ursula Schulz-Debor