Pressemitteilung zur geplanten Schließung des Springer Krankenhauses

  • Veröffentlicht am: 21. Oktober 2014 - 21:07

Die Springer Grünen sind bestürzt über die derzeit im Raum stehenden Pläne des Klinikums Region Hannover. Sie werden daher zur nächsten Ratssitzung einen Dringlichkeitsantrag nach § 6 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Springe einreichen. Der Rat der Stadt Springe soll eine Resolution zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Springer Krankenhauses verabschieden. Damit soll unter anderem von der Region Auskunft darüber verlangt werden, ob und welche Alternativen zur „Stärkung und Weiterentwicklung des Standortes Springe … geprüft wurden“.

Neben anderen Maßnahmen scheint von der KRH eine Beendigung der stationäre Versorgung der Bevölkerung in Springe vorgesehen zu sein. Bereits ab nächstem Jahr soll es nur noch eine ambulante Krankenversorgung in Springe geben. „Das würde das Ende des Springer Krankenhauses bedeuten! Die angestrebte „ambulante Praxisklinik“ ist eine völlig unrealistische Vorstellung. Keine Ärztin und kein Arzt wird seine derzeitige Praxis von der Innenstadt auf das Krankenhausgelände verlegen. Eine Ansiedlung weiterer Ärzte im jetzigen Krankenhaus halten wir für abwegig,“ sagt Simone Meyer, Vorsitzende des grünen Ortsverbandes in Springe.

Das nächstgelegene Krankenhaus des Klinikums Region Hannover in Gehrden ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mit erheblichem Zeitaufwand zu erreichen. Für ältere Angehörige aus Springe ist dieses durch mehrmaliges Umsteigen mit großen Belastungen verbunden. Hans Dangers, Kassierer der Grünen und langjähriger Mitarbeiter in der Verwaltung des Klinikums, betont: „Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich Patienten aus Springe in zunehmenden Maße nach Hameln und aus dem südwestlichen Regionsgebiet nach Hildesheim orientieren werden. Diese Patienten und die damit verbundenen Einnahmen werden dem Klinikum zukünftig fehlen. Nicht zuletzt auch aus diesen wirtschaftlichen Gründen sind die Pläne nicht nachvollziehbar.“

„Eine gute Gesundheitsversorgung auch in der Fläche kann nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit sein sondern ist ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge,“ sagt die grüne Regionsabgeordnete Elke Thielmann-Dittert und ergänzt: „Aufgabe der Region muss es sein, bei der Versorgung alle Kommunen gleichmäßig im Blick zu haben und gerade die Randgemeinden nicht zu vernachlässigen!“

„Herr Jagau hat diese wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung in der Region immer wieder betont,“ so Thielmann-Dittert. „Wir hoffen jetzt, dass dies keine Lippenbekenntnisse waren und appelieren an die Mitglieder des Aufsichtsrates des Klinikums Region Hannover GmbH, die vorgelegten Plänen der Geschäftsführung zu überarbeiten.“