Wir GRÜNEN setzen uns für eine Verkehrsinfrastruktur ein, die alle Menschen zuverlässig und sicher erreicht und abholt. Eine reduzierte Geschwindigkeit senkt den Lärm in Wohngebieten signifikant und sorgt dafür, dass Kinder weder auf dem Schulweg noch beim Spielen in Gefahr sind. Der Zugang zum ÖPNV muss ohne Barrieren gelingen. Wir wollen Menschen aller Altersgruppen ein Angebot für unabhängige Mobilität sichern, das als Alternative zu einem eigenen Auto funktioniert.
Wir GRÜNEN setzen uns ein für:
Lebendige, menschengerechte Innenstadt: Weniger Autoverkehr in der ersten Reihe, bessere Vernetzung der Zentren, autofreie Plätze, mehr Grünflächen und attraktive Wege für Fußgänger:innen.
Starker Radverkehr: Umsetzung des Radverkehrskonzepts mit breiten, sicheren Wegen zwischen den Ortsteilen, guter Beschilderung, sicheren Abstellanlagen und touristischen Radrouten.
Zuverlässiger ÖPNV: Verlässliche S-Bahn in engerer Taktung, funktionierende Buslinien, barrierearme Anschlüsse, ausgebauter Sprinti mit einfacher Buchung und ausreichender Kapazität.
Sicherheit & Barrierefreiheit: Konsequente Verkehrsüberwachung in Wohngebieten, gute und verbreiterte Gehwege, sichere Fahrradstellplätze inklusive Ladestationen und Werkzeug.
Umweltfreundliche Infrastruktur: Unterstützung nachhaltiger Antriebe im ÖPNV sowie einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur für Busse, Sprintis und Privatverkehr.
Das bedeutet für uns konkret:
Tempo 30 für die Vision Zero: Wir möchten, dass Tempo 30 innerorts zur Regel wird. So werden Wohngebiete ruhiger, Straßenquerungen gewinnen an Sicherheit und nicht nur spielende Kinder sind auch in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit gut geschützt. Radfahrer:innen werden vielerorts auf der Straße geführt und müssen dort als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer:innen von allen respektiert und akzeptiert werden. Sichere Straßenquerungen für Fußgänger:innen müssen in regelmäßigen Abständen gegeben sein. So machen wir sicheren Verkehr für alle möglich.
Menschengerechte Innenstadt: Wir möchten die Innenstadt und alle Zentren in den Ortsteilen stärken und den Menschen zurückgeben. Der Autoverkehr darf als Zugang zur Innenstadt in der zweiten Reihe Platz nehmen. Wichtig ist uns aber auch, dass Menschen mit reduzierter Mobilität weiterhin zuverlässig und zügig das Zentrum erreichen müssen. Durch ein intelligentes Parkleitsystem sollen Irrfahrten und volle Parkplätze der Vergangenheit angehören. Dort, wo Autos in der ersten Reihe bleiben, sollten sie sich als Gäste dem Fußverkehr unterordnen. Die Innenstadt von Springe soll vom Burghof bis zum Oberntor attraktiver gestaltet und fußläufig gut erreichbar sein. Dazu gehören auch autofreie Plätze und Grünflächen zum Verweilen. Im weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess möchten wir alle Beteiligten zusammenbringen. Geschäfte, Bürgerinnen und Bürger, Politik und die Stadtverwaltung.
Umsetzung des Radverkehrskonzepts: Wir möchten, dass das im Rat beschlossene Alltagsradverkehrskonzept, als Grundlage für die weitere Entwicklung der Radinfrastruktur in Springe dient. Insbesondere die Verbindungen zwischen den Ortsteilen sollen als breite und intakte Radwege für alle Radfahrerinnen und Radfahrer attraktiv sein.
Weiterhin ist für uns die Schaffung überregionaler und touristischer Radrouten von zentralem Interesse. Wir möchten, dass Springe ein attraktives Zwischenziel zum Verweilen auf dem Radweg von der Weser zur Leine wird. Hier kann eine gute Fahrradinfrastruktur mit guter Beschilderung großen Einfluss haben und den Tourismus fördern.
Sichere Fahrradstellplätze: Wir möchten, dass Springe eine fahrradfreundliche Kommune wird. Dafür muss die Infrastruktur angepasst werden: Wir brauchen nicht nur an Bahnhaltepunkten, sondern an allen attraktiven Zielen sichere, barrierearme und kostenlose Fahrradstellplätze. Grundlegendes Fahrradwerkzeug und eine Luftpumpe gehören zur Grundausstattung dieser Stellplätze. Ladepunkte für E-Bikes runden das Angebot an stark nachgefragten Punkten ab.
Zuverlässige S-Bahn: Wir möchten, dass die S-Bahn wieder zuverlässiger fährt und verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnt. Sie soll sowohl für den beruflichen Pendelverkehr nach Hannover und Hameln als auch für den Weg zum Sportverein oder zur Oper die beste Option darstellen. Dafür soll der ganztägige Halbstundentakt auch am Wochenende bis Mitternacht ausgeweitet werden. Durch einen Ausbau der Infrastruktur und der Fahrzeugflotte muss die Zuverlässigkeit des Angebots gewährleistet sein. Zuverlässige Taktung ohne Streichungen durch Umleiter, keine Ausfälle und immer gute Fahrzeuge – für diesen Anspruch wollen wir antreten. Die Überlegungen der Region Hannover, langfristig einen 15-Minuten-Takt in den nachfragestarken Zeiten anzubieten, unterstützen wir und werden unsere Möglichkeiten ausnutzen, diese Vision Realität werden zu lassen.
Haltepunkt Deisterpforte: Wir möchten die Wohngebiete um den geplanten Haltepunkt an der Deisterpforte bestmöglich anschließen. Deshalb ist der neue Haltepunkt für uns ein großer Schritt, aber noch nicht das Ziel. Wir machen uns stark für einen barrierearmen und kreuzungsfreien Fußweg zur Bushaltestelle Schiergrund mitsamt einer Brücke, die die Gleise quert. So möchten wir sicherstellen, dass Pendlerinnen und Pendler ihren Zug immer planmäßig erreichen. Als barrierefreier Haltepunkt wird die Deisterpforte vielen Nutzerinnen und Nutzern spürbare Erleichterungen bieten.
Zugänglicher Sprinti: Wir möchten, dass alle den On-Demand-Service Sprinti als wertvolle Ergänzung zu S-Bahn und Bussen außerhalb der Zentren und nachfragestarken Zeiten nutzen können, nur so stellen wir die Flexibilität sicher, die unser ÖPNV braucht. Parallel zur Buchung per App soll die Buchung auch per Telefon möglich bleiben, beworben werden und alle Angebote abdecken. Auch ein erforderlicher Kindersitz oder die Notwendigkeit, einen Rollstuhl mitzunehmen, dürfen nicht zu weniger Optionen für die flexible ÖPNV-Nutzung führen. Die Bedienzeiten und die Kapazität sollen an die steigende Nachfrage angepasst werden und nicht mehr dazu führen müssen, dass Fahrgäste abgelehnt werden. Kurzfristiges Planen und Buchen soll zuverlässig zum Ziel führen.
Feste Buspläne: Der Busverkehr ist in Springe eine wichtige Säule des ÖPNV. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass alle Orte tagsüber mindestens stündlich erreichbar sind, die wichtigen Routen von Bennigsen und Springe nach Eldagsen sogar häufiger. Die lange und umwegige Fahrt von 75 Minuten nach Hildesheim möchten wir durch eine direkte Busverbindung nach Nordstemmen spürbar auf eine Stunde senken.
Konsequente Verkehrsüberwachung: Wir möchten, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in Springe sicher im öffentlichen Raum bewegen können. Um nächtlichem Lärm und gefährlichen Fahrweisen entschieden entgegenwirken zu können, setzen wir uns für eine konsequentere Überwachung der Geschwindigkeit ein.
Umweltgerechter ÖPNV: Wir möchten die Üstra bei ihrem Weg zu mehr nachhaltigen Antrieben im ÖPNV weiter mit allen Kräften unterstützen. Dafür sollen am umgebauten ZOB in Springe elektrische Ladesäulen für Busse und Sprintis entstehen, aber auch für Pendlerinnen und Pendler, die mit dem eigenen E-Fahrrad oder E-Auto anreisen.
Gute Gehwege: Wir setzen uns dafür ein, dass alle, die zu Fuß gehen, gut am Ziel ankommen. Kaputte Gehwege müssen repariert werden und wo Gehwege zu schmal sind, müssen diese erweitert werden.